Lexikon

Begriffserklärungen

Akupunktur

Meridiane

Moxa / Moxibustion

Pathologie

Phytotherapie

Qi

TCM

Yin und Yan


Akupunktur

Akupunktur, das klassische chinesische Heilverfahren. Der Begriff Akupunktur leitet sich vom Lateinischen acus = Nadel und pungere = stechen ab. Durch Nadelstiche in bestimmte Akupunkturpunkte werden Reize ausgelöst, die auf das Qi (die in uns fließende Energie) des gesamten Organismus Einfluss haben. Diese Reize werden über die Meridiane(Energieleitbahnen, die den Körper durchziehen und die Organe miteinander verbinden) weitergeleitet. Die Ursprünge der Akupunktur reichen bis 10000 v. Ch. zurück. Damals fing man an, mit Steinnadeln Schmerzen zu lindern – mit Erfolg.


Meridiane

Nach der chinesischen Medizin durchziehen neben den Nerven und Blutbahnen so genannte Meridiane (Energiebahnen) den gesamten Körper,in denen das Qi zirkuliert. Sie bilden eine Verbindung zwischen den Akupunkturpunkten.Durch diese Bahnen werden Nährstoffe und Energie zu den Organen geführt. Man kann sie mit einem Eisenbahn-Netz vergleichen, die Stationen entsprechen den Akupunkturpunkten. Die zwölf Hauptmeridiane verlaufen symmetrisch am Körper und stehen in Verbindung zu den inneren Organen, nach denen sie zum Teil benannt werden. Stimuliert nun der Akupunkteur einzelne Punkte, die auf den Energiebahnen lokalisiert sind, wird die Selbstregulation der Organe gezielt aktiviert.


Moxa oder Moxibustion

  Moxibustion, auch Moxa-Therapie oder kurz Moxen, bezeichnet den Vorgang der Erwärmung von speziellen Akupunkturpunkten, wie sie in der TCM beschrieben werden. Bei den dafür verwendeten Kräutern handelt es sich größtenteils um Beifuß (Artmesia).


Pathologie

[griech. pathos "Leiden", "Krankheit" und logos "Lehre"]: Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung, Ursachen und dem Verlauf von Krankheiten befasst.


Phytotherapie

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel


prophylaktisch

gegen eine Erkrankung vorbeugend


Qi (sprich: Tschi)

Eine genaue Übersetzung des Begriffes gibt es nicht, weil es im westlichen Sprachgebrauch kein passendes Wort dafür gibt. Am häufigsten wird das Qi als Lebensenergie bezeichnet. Qi fließt durch die Meridiane und versorgt alle Organe. Ein gestörter Qi-Fluss oder ein Qi-Mangel machen krank. Fließt das Qi ausreichend und ungehindert, ist der Mensch nach Vorstellung der TCM gesund.


TCM

TCM steht für “Traditionelle Chinesische Medizin”, eine Heilkunde, die in China vor mehreren tausend Jahren ihren Ursprung fand. Während die Schulmedizin überwiegend die Symptome von Krankheit behandelt, betrachtet die TCM das Lebewesen als Ganzes, will die Harmonie und das Gleichwicht in Körper, Seele und Geist wieder herstellen. Denn: Ist das Lebewesen in Harmonie, ist es gesund. Die TCM besteht im Wesentlichen aus 5 Säulen: Akupunktur, Bewegungsübungen z.B. Taichi, Qi gong, Ernährungslehre nach den 5 Elementen, Phytotherapie, Massage


Yin und Yang

Die traditionelle chinesische Medizin beruht auf der Theorie zweier gegensätzlicher Kräfte, Yin (weibliches Prinzip) und und Yang (männliches Prinzip). Mit dem Begriff Yang verbindet sich ursprünglich die Vorstellung des Warmen und Hellen, mit Yin der Gedanke an Schattiges, Kühles und Dunkles. Von dieser Grundbedeutung ausgehend, können auch weitere Gegenpole einander zugewiesen werden – immer mit dem Ziel, sich gegenseitig auszugleichen: oben und unten, außen und innen, Tag und Nacht, Sonne und Regen usw. Sind Yin und Yang aus der Balance, kann das Qi (Lebensenergie) nicht richtig fließen. Der Organismus funktioniert gestört. Der uralten asiatischen Heilkunst zufolge ist ein Körper dann gesund, wenn Yin und Yang sich völlig in Einklang befinden.