Infos für Tierärzte

Es ist unser Anliegen, tierärztliche Kolleginnen und Kollegen zu informieren und darin auszubilden, wie die Akupunktur funktioniert und welche enormen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sich hieraus ergeben.

Wer ist die GerVAS und was sind ihre Ziele?

Die GerVAS ist die Akupunkturtierärztevereinigung Deutschlands. Sie ist angeschlossen an die International Veterinary Acupuncture Society (IVAS). Das große Ziel des Vereins ist der Informationsaustausch und das kollegiale Miteinander unter den Akupunkturtierärzten Deutschlands mit Hinblick auf internationale Anbindung und Kontakt in alle Welt. Als gemeinnütziger Verein hat die GerVAS die Entwicklung und Optimierung der tierärztlichen Akupunktur zum Ziel. Eine fundierte Ausbildung im Rahmen des IVAS- Basic- Course, die Kommunikation mit den Universitäten sowie den übrigen tierärztlichen Vereinigungen und Lehreinrichtungen sind dabei wesentliche Mittel.

Wer sind ihre Mitglieder?

Mitglied werden kann grundsätzlich jeder, der die Ziele des Vereins unterstützt. Ordentliche Mitglieder können approbierte Tierärzte werden, die entweder ein IVAS-Examen bestanden haben und zertifiziert sind, oder die Zusatzbezeichnung „Akupunktur“ erlangt haben, oder eine gleichwertige Ausbildung nachweisen können. Sie haben Stimmrecht in der Mitgliederversammlung sowie aktives und passives Wahlrecht. Fördermitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts werden. Sie haben weder Stimm- noch Wahlrecht.

Welche Verpflichtung haben tierärztliche Mitglieder?

Jedes Mitglied ist angehalten, die o.g. Vereinsziele zu unterstützen. Dazu tragen in wesentlichem Maße die geforderten 20 Pflichtfortbildungsstunden im Jahr bei. Diese können aber über 4 Jahre ausgeglichen werden. In Zukunft werden qualifizierte Fortbildungen, wie jetzt auch unser BASIC – Kurs, IVAS- und ATF-Anerkennung erhalten.

Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur ist ein Jahrtausende altes, energetisches Heilverfahren, das sich die Selbstheilungsmechanismen des Körpers zu Nutze macht. Akupunktur bedeutet Reizung von klar definierten Akupunkturpunkten am Körper und am Ohr des Patienten. Diese Punkte liegen auf verschiedenen Meridianen, die eine funktionelle Einheit aufweisen und daher auch auch Funktionskreise genannt werden. Diese Meridiane sind bestimmen Organen zugeordnet, nach denen sie benannt werden (z.B. Lebermeridian, Nierenmeridian). In ihnen zirkuliert die Lebensenergie, das Qi. Durch Reizung der Akupunkturpunkte kann man über nervale Bahnungen ganz gezielt und selektiv bestimmte Erfolgsorgane funktionell anregen oder beruhigen und den Fluss des Qi anregen. So werden Blockaden gelöst, Stagnationen bewegt, Leere mit neuer Energie versorgt und Fülle entlastet. Das Wissen darüber, welche Punkte man bei einer bestimmten Erkrankung behandeln muss, entspringt der jahrtausendelangen empirischen Forschung der traditionellen chinesischen Medizin. Dieses äußerst wertvolle medizinische Wissen sollten wir Tierärzte nicht ungenutzt lassen, sondern lernen, es zum Wohle unsrer Patienten einzusetzen. Niemand ist berufener als wir, die wir durch unser Studium und unsere Berufserfahrung, die uns medizinisches Denken, Anatomie, Physiologie, Neurophysiologie und Pathologie gelehrt haben, dem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Mit Hilfe einer realistischen Einschätzung der Erkrankung und ihrer Therapie mit Akupunktur und bei Bedarf auch schulmedizinischer Unterstützung sind wir dazu bestens ausgebildet.

Wie wird man Akupunkturtierarzt?

Um die Zusatzbezeichnung „Akupunktur“ zu erhalten, muss man nach dem Staatsexamen eine mehrjährige Ausbildung in Tierakupunktur absolvieren. Seine Fachkompetenz muss man der zuständigen Landestierärztekammer dann anhand eine Prüfung sowie durch Nachweis von Fallberichten oder Fachvorträgen nachweisen. Die GerVAS bietet als Alternative den etwa 1- jährigen IVAS-Basic Course an. Nach Bestehen einer strengen Prüfung, der Annahme von Fallberichten selbstständig akupunktierter Patienten und dem Nachweis einer angemessenen Zahl von Praktikumstunden darf man die einzige international anerkannte Qualifikation „Certfied Veterinary Acupuncturist“ führen. Keine Angst: Sie müssen keine bestimmte Weltanschauung vertreten oder gar Chinesisch verstehen, um Ihre vierbeinigen oder gefiederten Patienten akupunktieren zu können. Es reicht, das Ziel vor Augen zu haben, dem Tier zu helfen, Harmonie in sich selbst, mit seiner Umwelt und mit seinem Tierarzt zu finden. Dieses Ziel ist vor allem auch dann erreichbar, wenn man nicht nur therapiert, „wenn‘s brennt“, sondern auch in regelmäßigen Abständen Dprophylaktisch arbeitet. Dann steht einem langen, gesunden Leben Ihres Patienten nicht mehr viel im Wege.

Indikationen bei Hund und Pferd

Chron. Lahmheiten, Lähmungen, Discopathien, Distorsionen, Zerrungen, Prellungen, Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Ellbogen OCD, Ataxie, Ovar-, Uteruserkrankungen, Inkontinenz, Zahnzysten, Kieferhöhlenvereiterungen, Augenverletzungen, Hornhautödeme, Wundheilung, Abszessreifung, Magen- Darm-, Leber-, Nieren-, Lungen-, Herzerkrankungen postoperative Wundbehandlung, postoperative Rekonvaleszenz

Spezielle Indikationen bei Nutztieren

Sterilität, Puerperalerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Mastitis, Metritis

Wie werde ich Mitglied?

Drucken Sie sich unser Antragsformular aus. (Sie können den Antrag hier als pdf-Dokument herunterladen) Das Formular schicken Sie dann bitte ausgefüllt und unterschrieben an die Geschäftsstelle und vergessen Sie bitte die nötigen Kopien der Nachweise nicht!

Sie wollen unsere Satzung nachlesen? (Für ganz zeitknappe Kollegen sogar in Kurzform). Link zur Satzung

Ansprechpartner:

Geschäftsstelle: Kirsten Ehrenspeck 0176-55151943

1. Vorsitzende : Katja Görts 176-62663635